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Gemischte Gefühle  vor Arbeitsantritt // Ende der Elternzeit // Hallo Kollegen, kennt ihr mich noch?

Meine Lieben,

in zwei Wochen ist es so weit. Die Arbeitswelt erwartet mich mit geöffneten Armen & ich merke Tag für Tag, Stunde  für Stunde & Minute für Minute, dass ich mich von der wundervollsten Zeit meines Lebens, der geliebten Elternzeit nun langsam lösen muss.

Die einen sagen, eine Mutter gehört nach Hause. Ich sage..

Ich freue mich. Ja wirklich! Denn ich kann zwar sagen, dass ich so, so gern Mutter bin und meine beiden L’s über alles liebe, jedoch bin ich auch sehr gerne Frau und Arbeitnehmerin. Ich mag meinen Job, meine Firma und ich mag es auch, in dem was ich beruflich tue gut zu sein. Und erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass ich durch die Arbeit bestimmte Dinge erst richtig schätzen gelernt habe. Die Zeit, die ich nach meinem Job mit meinem Lolamädchen verbracht habe, war mindestens doppelt so intensiv als vorher. 

Die einen sagen, eine Mutter gehört nach Hause, bis das Kind offiziell in den Kindergarten geht. 

Ich sage, jeder sollte selbst entscheiden, wann und wie lange er arbeiten geht. Solange es der Familie gut tut. Diese entschlossene Zufriedenheit überträgt sich auf das Kind und ich habe gemerkt, dass meine Große ziemlich  glücklich war und es bis heute ist.

Wir haben alle Babykurse besucht, die ich bei Lola noch nicht einmal mit Namen kannte..

Trotz meiner Entschlossenheit weint ein Teil von mir, denn ich merke, dass sich wieder ein Stück von meinem Leben verändert. Mein Lottamädchen wird 1 Jahr. Mittlerweile läuft der Knirps, sie pickt ihr Brot vergnügt mit der Gabel auf, sie geht auf’s Töpfchen, sie klatscht, sie quietsch und ist rundum zu einer wunderschönen Persönlichkeit herangewachsen.

Ich liebe sie, wie eine Mutter ihr Kleines nur lieben kann. Und ich werde diese intensive, unfassbar schöne Zeit so sehr vermissen. 


Nicht du wirst mir fehlen, aber dieses eine..

Jede Sekunde habe ich mit dir aufgesogen, dich behütet, dich beschützt, dich in den Schlaf geschaukelt, mit dir alle Babykurse besucht, die ich bei Lola noch nicht einmal mit Namen kannte. Bin kilometerweit mit dem Wägelein spatzieren gegangen, habe das erste mal mit dir gemeinsam Entlein gefüttert, deine leuchtenden Augen beobachtet, als du das allererste Mal dein kleines Füßchen in das Plantschbecken hieltst. Dich stundenlang getröstet, als dich der erste Zahn ärgerte, mit dir gekuschelt, geknutscht bis zum abwinken. Ich habe so viele wunderschöne Erinnerungen in meinem Herzen von so unglaublich schönen Momenten.

Den allerersten Momenten mit dir.Und das ist der Grund, warum ich mit guten Gewissen sagen kann: Ich war dabei. Hautnah habe ich diese Erlebnisse ausgekostet mit dir an meiner Seite. 

Nicht du wirst mir fehlen. Denn dich hab ich ein Leben lang. Für immer. Aber dieses eine Jahr wird mir fehlen, sehr sogar. Auf ein neues, schönes Jahr mit dir mein Goldkind.
Deine Mama

Stadtkindgrüße

Tina

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4 Kommentare zu „Gemischte Gefühle  vor Arbeitsantritt // Ende der Elternzeit // Hallo Kollegen, kennt ihr mich noch?

  1. Liebe Tina, ich verstehe Dich ! Ich gehe auch arbeiten, aber noch nicht im alten Umfang. Noch haben wir keinen Kita-Platz und die Omas übernehmen die Betreuung. Ich habe auch die zwei Seiten in mir: ich bin soo gerne Mama, aber ich gehe auch gerne arbeiten 🙂
    Liebe Grüße
    Berenice

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  2. Heute, an meinem letzten Tag in Elternzeit, spricht dein Artikel mir voll aus dem Herzen. Ein ganz eigenartiges, gemischtes Gefühl aus Vorfreude und Trauer darüber, dass das erste Jahr mit der Kleinen nun doch so schnell vorbeigeflogen ist. Hach…

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